Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/article6757816/Das-Buergertum-das-Internat-und-der-Sex.html

Allan Posener (Auszug):

Das Bürgertum, das Internat und der Sex

"Thomas Mann war ratlos. Seine Kinder Erika und Klaus waren außer Kontrolle geraten, trieben sich nachts mit zweifelhaften Freunden herum und betätigten sich sogar als Diebe. 

Da die Eltern „nichts von Strafen und Tiraden hielten“, wie sich Klaus erinnerte, aber dennoch „eine drastische Lektion geboten“ schien, wurden die Geschwister in ein Landerziehungsheim gesteckt.

Die Bergschule Hochwaldhausen war aber „nicht gerade eine Besserungsanstalt mit eiserner Disziplin“. Mit den Kindern des Großschriftstellers wurde Direktor Steche nicht fertig: „Wir unterminierten seine Autorität, zerstörten ihm seine Schule.“ Steche musste 1922 die Oberstufe auflösen. Erika kehrte nach München zurück, Klaus kam in die Odenwaldschule."

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bergschule_Hochwaldhausen

Wikipedia: Bergschule Hochwaldhausen

"In München hatten Klaus und Erika Mann zu einer Jugendbande, der sogenannten „Herzogpark-Bande“, gehört. Wegen ihrer zum Teil sehr boshaften Streiche entschied sich Vater Thomas Mann dazu, seine beiden Kinder zunächst vorübergehend in ein Internat auf dem Land zu schicken. Die Wahl fiel dabei wohl nicht zufällig auf Hochwaldhausen, da Thomas Mann bereits die Gründung der Dürerschule öffentlich unterstützt hatte.

Von April bis Juli 1922 besuchten Klaus Mann und seine Schwester Erika die Bergschule. Klaus Mann beschrieb diese Zeit in seiner 1942 im amerikanischen Exil veröffentlichten Autobiographie The Turning Point (dt.: Der Wendepunkt). Rückblickend kritisierte er die bereits zum Nationalsozialismus weisenden nationalistischen und völkischen Einstellungen etlicher Mitschüler. Außerdem verkörperte der schon fast fünfzigjährige Steche nicht gerade einen Vertreter der Jugendbewegung. Doch Klaus Mann fand auch Gefallen an der Schülergemeinschaft in dem „Komplex bescheidener Holzhäuser und Bungalows in herb-idyllischer Landschaft“.

Bereits nach vier Monaten verließen beide die Bergschule wieder, nachdem die oberen Klassen wegen des „anarchistischen“ Ungehorsams der älteren Schüler aufgelöst wurden. Klaus Mann besuchte anschließend die Odenwaldschule bei Heppenheim, Erika Mann das Luisengymnasium in München."

 


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