Wer stoppt den wachsenden Terror psychisch gestörter Youngster und einer kranken Unter-stützerszene in deutschen Amtsstuben? 

Jugendliche Psychopathen werden fast ausschließlich als "Opfer" gesehen - insbesondere von "Alt-68ern" und naiven Gutmenschen aller Art, die in deutschen Amtsstuben nisten und sich in der Rolle von Kinderverstehern und Kinder-Rechte-Verteidigern gefallen. Doch diese "verständnisvolle" Haltung hat eine hässliche Kehrseite. Zunehmend werden Pädagogen oder Einrichtungen Ziel falscher Anschuldigungen von Kindern und Jugendlichen mit schweren Persönlichkeitsstörun-gen. Ihre Lügen werden von zweifelhaften Amtsträgern nur zu gern geglaubt, weil sie das infantile Weltbild dieser Gutmenschen ("Kinder an die Macht!") und deren unterschwellige Ressentiments gegen Autoritäten jeglicher Art (außer der eigenen) nähren. Zu welchen absurden Konsequenzen dies führt, zeigen der hier dokumentierte Fall unseres Internats (PPI Grünberg) und weitere Beispiele.


 

Lesen Sie hier das Dossier von Sabine Rückert in DIE ZEIT vom 03.04.2008 Nr. 15:
Nichts als die Unwahrheit
"Falsche Zeugen werden für die Justiz zunehmend zum Problem...
Allein in der Hamburger Rechtsmedizin melden sich pro Monat zwei bis drei junge Frauen zwischen 15 und 25 Jahren, die versuchen, sich als angebliche Opfer von Gewalt- und Sexualdelikten vorzustellen. Die meisten werden rasch enttarnt, denn die Befunde decken sich nicht mit ihren Schilderungen. Viele gestehen alsbald. Die Motive der Frauen sind unterschiedlich, manche wollen jemandem gezielt Schaden zufügen, andere flüchten sich in die Opferrolle, um einem Konflikt in der Familie oder am Arbeitsplatz zu entrinnen, wieder andere wollen einfach nur die Zuwendung der Umwelt erzwingen."

 

Sexdelikte unter Jugend-lichen verdoppelt
 
>> Betreuer und Angehörige machten häufig den Fehler, die Missbrauchsfälle zu bagatelli-sieren. "Oft wollen Eltern nicht wahrhaben, dass ihre Kinder zu Tätern werden", betonte der Experte. <<

Immer mehr jugendliche Straftäter
 
In Hessen werden immer mehr Jugendliche wegen Straftaten verurteilt. Das geht aus der Statistik über die Strafverfolgung 2010 her- vor, die Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) am Donnerstag vorge- legt hat.
 
HRonline 20.10.2011

 

Zunahme von Mobbing und Intrigen unter Schülern

Beispiel: Die Talksendung Anne Will vom 19.10.2011 (Titel: "Wir machen dich fertig" - Mobbing im Internet) im Anschluss an den TV-Film "Homevideo" (siehe http://daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill3215.html). Hier äußerte der Lehrer und Mobbing-Experte Wolfgang Kindler:

 

>>Es gibt sehr viele Mobbing-Prozesse, die sehr raffiniert ablaufen, von denen man keine Ahnung hat. Es gibt – ich nenne das so als neue Mobbingform – die Intrige, […] wo sich Schüler zu fünft, sechst verabreden: „Den machen wir fertig“, und da wird der Lehrer mit einbezogen. Die gehen hin und beschweren sich: „Der hat uns geschlagen!“, der ist ein Schläger oder der beschimpft uns dauernd. Greifen Sie doch mal ein!<<

 

 

Psychopathische Jugendliche sind nicht harmlos!

Sie haben unsere Gesellschaft längst fest im Griff! Schon sehr früh fallen sie durch Verhaltensabweichungen, Lügengeschichten und Intrigen auf, die aber zumeist toleriert oder verharmlost werden. Sie sind Meister darin, Eltern, Lehrer, Mitschüler, Freunde usw. für ihre Ziele auszunutzen, zu kontrollieren und zu manipulieren. Vor allem die überdurchschnittlich Intelligenten unter ihnen nutzen ihre oft charismatische Ausstrahlung, ihren Oberflächencharme und gewisse körperliche Vorzüge (falls vorhanden), um ihr Umfeld zu täuschen und zu beeindrucken. Es fällt ihnen leicht, Kinderversteher und Gutmenschen bei Jugendämtern, Polizei, Staatsanwaltschaften, Justiz usw. zu instrumentalisieren, denn zumeist haben diese Amtsträger aufgrund ihrer unzureichenden Aus- und Fortbildung keinen blassen Schimmer von histrionischen oder narzisstischen Per-sönlichkeitsstörungen, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen des Borderline-Typs oder der Antisozialen Persönlichkeitsstörung (ASP). Viele der Amtsträger leiden zudem an Selbstüberschätzung und vertrauen ihrem "Bauchgefühl". Sie bilden sich ein, pathologische Lügner und bösartige Soziopathen "auf den ersten Blick" zu erkennen. Doch sie lassen sich oft blenden von einer gutbürgerlichen Fassade. Lügner, Intriganten, Blender und Hoch-stapler landen nämlich nicht zwangsläufig in der Gosse. Viele von ihnen machen später sogar Karriere und arbeiten in verant-wortungsvollen Posituionen, z.B. als Manager oder Anlage-berater. Borderliner streben bevorzugt in Sozialberufe. Ihnen begegnet man beispielsweise als Mitarbeiter in Jugendämtern oder bei der Heimaufsicht.


Das Risiko, Opfer falscher Anschuldigungen bzw. Verdächtigungen zu werden, entsteht nicht allein durch die wachsende Zahl von Psychopathen unter Kindern und Jugendlichen. Diese könnten ohne die oben beschriebene Unterstützerszene aus Berufsjugendlichen und anderweitig Gestörten im Erwachsenenalter nämlich kaum Schaden anrichten!


"Zu jedem Lügner gehört einer, der sich belügen lässt."
Die Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld in der rbb-Talkrunde "Im Palais" vom 03.09.2011
 
"Eine Lüge ist umso effizienter, je perfekter sie die Erwartungen der Belogenen bedient."
Die Journalistin Sabine Rückert in DIE ZEIT vom 03.04.2008
 
Fehlende Kenntnisse und mangelhafte Fortbildung von Richtern und Staats-anwälten zum Thema Persönlichkeitsentwicklungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen!
 
Unfähige Gutachter ohne ausreichende psychiatrische und forensische Aus- bildung, die pathologischen Lügnern leichtfertig Glaubhaftigkeit bescheinigen!
 
Selbstüberschätzung von Sozialarbeitern, Polizisten und Juristen bei der Beurteilung der Glaubwürdigkeit jugendlicher Zeugen!
 
Bodenlose Arroganz, Dummheit und Unbelehrbarkeit von Jugendämtern und Heimaufsichtsbehörden!
 
Zu große Machtfülle von deutschen Jugendämtern, die es so in keinem anderen Land der Welt gibt, und fehlende fachliche Kontrolle der Arbeit von Jugendämtern! Weitere Informationen

"...und dann gibt es noch das Heer jener, deren Motiv zunächst gar nicht erkennbar ist, die es aber auf das höchste Gut einer Mediengesellschaft ab- gesehen haben: die Währung Aufmerksamkeit. Es sind die psychisch Fragilen, die die Justiz mit ihren Erzählungen in Atem halten. Menschen, die an Persön- lichkeitsstörungen leiden, die in Selbstwertkrisen stecken, Hysterikerinnen, die sich ungeliebt und verstoßen fühlen. Wichtigtuer sind der Schrecken der Strafverfolger, es gibt sie schon so lange wie die Justiz selber – doch ihre Zahl wächst. Liegt es daran, dass mehr und mehr Menschen vereinsamen, in seelische und soziale Not geraten? Liegt es an der Allgegenwart des Fernsehens, das den Unbeachteten Macht suggeriert, in Doku-Soaps und Gerichtsshows?"

Sabine Rückert in DIE ZEIT vom 03.04.2008

Prominente Opfer
Der Moderator Andreas Türck,
Wikileaks-Gründer Julian As-
sange, der Metereologe und
Medienunternehmer Jörg
Kachelmann, der renommierte
Wirtschaftsexperte Dominique
Strauss-Kahn... sie alle wurden
von psychisch gestörten Frauen
verleumdet, in die Medien gezerrt,
beruflich und/ oder gesellschaft-
lich vernichtet
Es kann jeden treffen!
Aber es kann jeden treffen. Die
Liste der Justizskandale und
Justiz-Opfer ist endlos. Erst kürzlich
wurde der Lehrer Horst Arnold in
einem Wiederaufnahmeverfahren
vom Vorwurf der Vergewaltigung
freigesprochen. Die Justizskandale
von Worms und Osnabrück sind
noch in lebhafter Erinnerung.
Doch lernt die  Justiz wirklich
etwas hinzu?
Lügner meist straffrei!
Falsche Verdächtigungen werden
nur selten geahndet. Das Dienst-
verbot für die Anzeigeerstatterin
im Fall Arnold ist eine rühmliche
Ausnahme. Die meisten Verfah-
ren werden eingestellt, um die
Justiz zu entlasten. Doch genau
dies führt zu immer neuen Anschul
digungen und Prozessen, weil
Lügner und Intriganten zu ihren
Taten ermutigt werden.
2003 lieferte der notorische Lügner Rafed Aljanabi als "Informant" des Bundesnachrichtendienstes mit einer erfundenen Geschichte über die Bio-Waffen-Produktion Saddam Husseins den Vorwand für den Irak-Krieg. Bilanz: 650.000 Tote!



Falsche Verdächtigungen durch Internats-schüler/Schülereltern und Heiminsassen

Immer wieder werden auch pädagogische Einrichtungen bzw. ihr Personal zum Ziel falscher Anschuldigungen. Diese reichen vom Vorwurf angeblicher körperlicher Gewalt oder demütigender Behandlung bis hin zum Vorwurf des sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener. Solche falschen Verdächtigungen und Intrigen sind in Internaten, Heimen usw. an der Tagesordnung und beruhen größtenteils auf den besonderen Eigenschaften der Internatszöglinge oder Heiminsassen und ihrer Eltern (60% der biologischen Erzeuger weisen dieselben Störungen auf wie ihre Kinder!).

Diese Problemgruppe könnte nicht so großen Schaden anrichten, wenn die in einschlägigen Fällen beteiligten Behörden wie Heimaufsicht, Polizei, Staatsan- waltschaft usw. mit der notwendigen Objektivität und fachlichen Kompetenz reagieren würden. Vor allem müssten diese berücksichtigen, dass sie es hier oftmals mit psychisch hochgradig gestörten Individuen zu tun haben, deren Anschuldigungen auf Rachemotiven, gestörter Wahrnehmung, durch Schlüsselreize ausgelöster Retraumatisierung, Geltungssucht oder einfach der malignen Lust von Dissozialen beruhen können, andere zu schädigen oder zu zerstören. Dieser Personenkreis, zu dem auch Kinder- und Jugendliche mit ADHS gehören (natürlich nicht alle!), gerät oft in extreme Konfliktsituationen, denn er ist aufgrund von Verwöhnung und submissivem Elternverhalten extrem respektlos. Er zeigt zudem Verhaltens- und Reaktionsmuster, die von denjenigen "normal" entwickelter und sozialisierter Menschen erheblich abweichen, so dass gängige Erziehungsmethoden in aller Regel versagen. Konfrontationen ergeben sich oft auch aus einer vollkommen unrealistischen Erwartungshaltung (auch der Eltern) gegenüber den Einrichtungen und ihren pädagogischen Möglichkeiten.


 

>>Man liest und hört es jeden Tag und ist immer wieder aufs Neue bestürzt: Un­sere Kinder und Jugendlichen „laufen zunehmend aus dem Ruder“. [...] Es führt kein Weg an der bitte­ren Erkenntnis vorbei: Die einst(?) fest gefügten gesellschaftlichen Strukturen wanken, die Verhaltens-Konsequenzen werden immer deutlicher, das Fehl­verhalten in seiner vielfältigsten Form schlägt auf immer jüngere Jahrgänge durch. Da mag es hilfreich sein, dass hier nicht nur soziale Defizite [...] ihren unheilvollen Einfluss verbreiten, sondern auch biologische Ursa­chen, [...] Beispiel: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung („Zappelphilipp“) mit nicht selten sozial grenzwertigen Verhaltensweisen. [...] Bei gleichzeitigem Auftreten einer hyperaktiven Störung und einer solchen des Sozialverhaltens (wobei Letzteres sogar etwas schwächer ausgeprägt sein kann) ist das Risiko für kriminelles Verhalten beim Heranwachsenden und schließlich im Erwachsenenalter deutlich erhöht.

[...] Auch bei Kindern ist die Zunahme der Gewaltkriminalität unübersehbar, bis hin zu Raub, gefährlicher bzw. schwerer Körperverletzung, ja Vergewaltigung oder vorsätzlicher Tötung. Das ist eine bedenkliche Entwicklung.<<

Prof. Dr. Klaus Schmeck, Klinik für Kinder- und Jugend­psychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm, Download als PDF-Datei

 


Zu den hervorstechenden Merkmalen der gemeinhin als Soziopathen oder Persönlichkeitsgestörte klassifizierten Spezies (Kinder wie Eltern) gehören das Fehlen einer Gewissensinstanz, hochgradige Aggressivität und zwanghaftes Lügen. Die Eltern nehmen ihre Rolle oft nicht wahr, pflegen einen "partnerschaftlichen" Umgang "auf Augenhöhe" oder ordnen sich dem Kind sogar unter (submissives Erziehungsverhalten). Im Konfliktfall erscheinen sie überidentifiziert bis hin zu einer symbiotischen Verschmelzung mit dem eigenen Nachwuchs. Obwohl sie die Erzieherrolle gar nicht wahrnehmen, beanspruchen sie ein exklusives Erziehungsrecht ("Niemand außer mir hat meinem Kind etwas zu sagen!"), was sich in einer oppositionellen Grundhaltung des Kindes/Jugendlichen (Lieblings- statement: "Ich bin so erzogen, dass ich mir nicht alles gefallen lasse!") widerspiegelt. Solche Personen haben oft keinerlei Hemmungen, Lehrer und Erzieher verbal und sogar körperlich anzugreifen, sie mit den übelsten Verleumdungen/Drohungen zu terrorisieren sowie Jugendämter, Polizei, Justiz usw. skrupellos für ihre aggressiven Attacken, Rachefeldzüge etc. zu instrumentalisieren.


>> Dass Anwälte in Streitigkeiten mit Schu­len eingeschaltet werden, zählt an deut­schen Bildungsanstalten inzwischen zum Alltag. [...] Und die Nei­gung, den Zwist notfalls sogar vor Gericht auszutragen, nimmt stetig zu. [...] Maße sich ein Lehrer an, einen Schüler nach Rüpeleien nachsitzen zu lassen, ris­kiere er heutzutage gleich einen Gerichtsprozess - gerade dann, wenn das Kind aus wohlhabendem Hause komme, berichtet Heinz-Peter Meidinger, Chef des Deut­schen Philologenverbands. Im Februar wurde am Düsseldorfer Ver­waltungsgericht zum Beispiel über die Klage eines gutsituierten Elternpaares verhandelt, dessen 13-jährigem Filius mit Schulverweis gedroht wurde. Der Junge hatte gemeinsam mit Mitschülern eine In­ternet-Seite ins Netz gestellt, auf der eine Lehrerin als „Fotze“ beschimpft wurde. Die Eltern argumentierten, dass ihr Junge sich aufgrund seines jugendlichen Alters „der Tragweite des Inhalts nicht bewusst gewesen“ sei. Sogar bis zum Bundes­gerichtshof klagten sich Mutter und Vater eines Frankfurter Siebtklässlers, der nach einer Rangelei zu einer Stunde nachsitzen verdonnert worden war. In beiden Prozes­sen entschieden die Gerichte im Sinne der Schulen, wie meist. Die Eltern, so Schul­rechtler Böhm, bekämen in nicht einmal zehn Prozent der Fälle recht.<<

Der Spiegel Nr. 26/23.06.2008, S. 60/61 

 

>>„Abfälliges Reden über uns Lehrer ist an der Tagesordnung“, schildert Eva Schumacher*, 59, Berliner Grundschullehrerin im 37. Dienstjahr, mit ebenso viel Empörung wie Resignation in der Stimme. „Da dürfen wir uns über den Ton der Kinder nicht wundern, die Kleinen bekommen ja mit, wie sich ihre Eltern über uns ausmotzen. [...] Viele Eltern glauben, sie könnten uns erklären, wie Schule funktioniert“, so Schumacher, „obwohl sie wenig über den Stoff, meist nichts über Didaktik und erst recht nichts über den Umgang mit Kindern in Klassenstärke wissen.“ Marotten, Intrigen und Attacken von Eltern treiben viele der knapp 900000 Lehrer in Deutschland zur Weißglut oder zur Verzweiflung.<<

http://www.focus.de/politik/deutschland/bildung-die-stoerer-aus-der-zweiten-reihe_aid_210407.html

 

>>Eltern stellen sich jetzt bedingungslos vor, neben und hinter ihre Kinder. Häufig kommt dieses Verhalten von Eltern, die sich wenig um die schulische Laufbahn ihrer Kinder kümmern, vermutlich eine Art Kompensation aus schlechtem Gewissen heraus. Auf diese Haltung angesprochen, geben Eltern als Begründung an, sie wollten nicht das Vertrauen ihrer Kinder verlieren. Ihr eigenes Vertrauen in das Verhältnis zu ihren Kindern scheint aber nicht allzu groß zu sein, wenn sie es bei jeder erzieherischen Intervention gefährdet sehen und deshalb auf eine Auseinandersetzung verzichten. "Eltern müssen lernen, sich von ihren Kindern seelisch zu distanzieren", wird die Züricher Psychologin Eva Zeltner im ‚Spiegel‘ zitiert. Mit dieser Feststellung wird das Problem vieler Mittelschichteltern auf den Punkt gebracht.<<

Wolfgang Harnischfeger, Leiter des Beethoven-Gymnasiums Berlin

 

>>Etwas ist faul. Aber was? Kurz gesagt, ein Missverständnis: Die Eltern wollen Partner ihrer Kinder sein. Sie gestehen ihnen mehr Freiheiten und Rechte zu, als beide Seiten brauchen und ertragen. Sie lieben sich um Kopf und Kragen, weil sie in ihren Kindern kleine, bedürftige Wesen sehen, denen sie ihre eigenen verdrängten und enttäuschten Wünsche erfüllen: nach konfliktfreiem Mit- einander, nach lustbetontem Alltag, nach Entspannung und Freiheit von Zwang. Sie machen aus der Kindheit jene Wellness-Oase, nach der sie selbst sich sehnen. <<

Der Spiegel Nr. 20, 10.05.2008, S. 174 ff. Siehe auch "stern" vom 21.05.2008


Psychopathen, die ihr Umfeld mit falschen Anschuldigungen und Verdächtigungen terrorisieren, werden nicht etwa durch empfindliche Sanktionen abgeschreckt [Falsche Verdächtigung ist zwar eine Straftat nach § 164 des deutschen StGB und wird mit Gefängnis bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe geahndet, doch werden selbst schwer wiegende Fälle zumeist eingestellt! Zur Begründung verweist man dann oft auf die psychischen Störungen der Falschbeschuldiger, die man allerdings oft auch hätte feststellen können, bevor der Behördenapparat gegen die unschuldigen Opfer dieser Psychopathen in Gang gesetzt wurde!], sondern durch die "Sensibilität" bestimmter Amtspersonen oft noch ermutigt. Denn bei Jugendämtern, Ermittlungsbehörden, Richtern usw. treffen sie oft auf sog. "Alt-68er", "Gutmenschen", "Kinderversteher", ehemalige "Spontis", "Chaoten", "Hippies", gleichfalls Persönlichkeitsgestörte (insbesondere Borderliner!) oder sog. "Berufsjugendliche", die teilweise selbst Probleme mit der Erwachsenenrolle und von daher keine rationale Distanz zu jungen Menschen haben. Solche Charaktere begegnen jugendlichen Anzeigeerstattern und ihren Amok laufenden Sorgeberechtigten als Amtspersonen häufig mit größtem "Verständnis". Zum Teil weisen sie sogar weitgehend affine Denkstrukturen und Wahrnehmungsmuster auf. Aktuellen Erhebungen zufolge streben zum Beispiel Menschen mit Borderline oder anderen gravierenden Persönlichkeitsstörungen vorwiegend in Sozialberufe und sind dann als Mitarbeiter der örtlichen  Jugendämter bzw. der Heimaufsicht mit der Beurteilung verleumderischer "Beschwerden" amtlich befasst. In ihr ideologisiertes Weltbild passt die Vorstellung grundsätzlich nicht hinein, Kinder und Jugendliche bzw. "besorgte Eltern" (dieser Ausdruck wird zur Verschleierung der Handlungsmotive von Querulanten und Psychopathen besonders gern benutzt!) könnten von niedrigen Motiven oder krankhaften Impulsen gesteuert sein. Sie sind darauf fixiert, Kindern und Jugendlichen "zu ihrem Recht" zu verhelfen ("Kinder an die Macht!") und sehen besonders in solchen Erwachsenen ihre natürlichen Feinde, die wertkonservative Ansichten vertreten und sich gegen die "Tyrannen in Turnschuhen" und ihre erziehungsunfähigen Erzeuger entschieden zur Wehr setzen. Besonders angeheizt wird der Eifer der "Kinderrechteverteidiger" durch Ereignisse wie die im Frühjahr 2010 ans Licht gekommenen Fälle von Gewalt und sexuellem Missbrauch in Internaten und Heimen. Durch diese Vorkommnisse, die mehrheitlich bereits Jahrzehnte zurückliegen, fühlen sie sich in ihrer Auffassung bestätigt, dass Lehrer und Erzieher noch stärker durch Kinder und Jugendliche "kontrolliert" und die Einrichtungen durch Mitbestimmung der Minderjährigen "demokratisiert" werden müssten. Nur übersehen sie dabei, dass auch in diesem Bereich mittlerweile dramatische Veränderungen stattgefunden haben. Laut einer im Juli 2011 veröffentlichte Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) in München, die im Auftrag der "Unabhängigen Missbrauchsbeauftragten" der Bundesregierung, Dr. Christine Bergmann, die Vergangenheit aufarbeiten und zu einer verbesserten Intervention und Prävention anregen sollte, wurden nur in einem Bruchteil der Verdachtsfälle der letzten drei Jahre überhaupt Pädagogen als mögliche Täter genannt, sondern überwiegend andere Kinder und Jugendliche, die in der Hälfte der Fälle zudem nicht einmal strafmündig waren. Aus der Tatsache, dass nur bei einem knappen Drittel der Verdachtsfälle, die sich gegen Lehrer und Erzieher in Internaten und Heimen richteten, arbeits- oder strafrechliche Konsequenzen erfolgten, kann man überdies auf eine extrem hohe Zahl von Beschuldigungen schließen, die sich nach gründlicher Überprüfung als falsch, übertrieben oder nicht hinreichend belegbar erwiesen.   


"Täter sind nur in der Minderzahl Lehrer oder Erzieher

Erschreckend: Als mögliche Täter haben die betroffenen Kinder vergleichsweise selten Betreuer, Erzieher oder Lehrer angegeben. In den befragten Heimen gerieten bei zehn Prozent der Missbrauchs-vorwürfe die dort tätigen Erwachsenen unter Verdacht, an Schulen vier und an Internaten drei Prozent. Dagegen ist sexueller Gewalt unter Kindern und Jugendlichen offenbar viel weiter verbreitet: Knapp 40 Prozent der Heime berichten über Verdachtsfälle, bei denen die mutmaßlichen Täter andere Kinder oder Jugendliche waren. An Schulen und Internaten werden bei 16 (Schulen) bis 28 Prozent (Internate) der Vorwürfe Gleichaltrige dafür verantwortlich gemacht. Die Hälfte dieser Verdächtigten war unter 14 Jahre alt."

Quelle: NDR.de

 

"So verbirgt sich in der extrem hohen Zahl der vom DJI wissenschaftlich dokumentierten Verdachtsfälle (Schulen = vier Fünftel, Heime und Internate = zwei Drittel der Fälle!), die sich nicht bestätigten, nicht aufgeklärt werden konnten oder strafrechtlich nur schwer fassbare Vorkommnisse betrafen (etwa Berührungen und Bemerkungen ohne eindeutig nachweisbare sexuelle Orientierung) unter Umständen bereits eine inflationäre Zunahme falscher Anschuldigungen und sexualisierender Unterstellungen."

Quelle: suite 101


Der "engagierte Amtsträger" glaubt den Anschuldigungen jugendlicher Psycho-pathen oder erziehungsberechtigter Querulanten gegen Lehrer oder Erzieher jedoch oft unbesehen und macht sich ihre vermeintlich "berechtigten Anliegen" wider alle Vernunft vorschnell zu eigenen. Er erweist sich selbst dann noch als tatsachenresistent und voreingenommen, wenn den vermeintlichen "Opfern" bereits mehrfach Lügengeschichten nachgewiesen wurden oder keinerlei Tatsachen ermittelt werden können, die ihre Behauptungen stützen. Bestes Beispiel ist der groteske Fall der damals 17-jährigen Rebecca K. aus dem sächsischen Mittweida, die sich selbst ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt und dann behauptet hatte, dieses sei ihr von Nazi-Schlägern mit einer skalpellartigen Waffe beigebracht worden, nachdem sie sich schützend vor ein Kind gestellt habe.  Obwohl die Staatsanwaltschaft Chemnitz gegen die Jugendliche längst ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschung einer Straftat eingeleitet hatte, wurde sie von dem "Bündnis für Demokratie und Toleranz", einer von Bundesinnen- und Justizministerium ins Leben gerufenen Initiative, mit einem "Ehrenpreis für Zivilcourage" ausgezeichnet. Die Laudatorin der Preisverleihung, die damalige parlamentarische Staatssekretärin Cornelie Sonntag-Wolgast, sagte laut  DIE ZEIT "in das Mikrofon des Lokalsenders 99drei Radio Mittweida: Es gehe in erster Linie darum, >> Zivilcourage zu loben, und nicht um die Frage, ob das Mädchen sich diese Verletzung, von der immer wieder die Rede ist, selbst beigebracht" habe <<. Inzwischen ist Rebecca K. übrigens rechtskräftig verurteilt. 


 

"Lehrer und Erzieher müssen immer mehr Angst vor falschen Anschuldigungen rach- oder geltungssüchtiger (meist ehemaliger) Schüler haben (Missbrauch des sexuellen Missbrauchs - ein Tabuthema). Falsche Anschuldigungen können sich heute auch finanziell lohnen (Genugtuungssummen)."

Dipl.-Psych. Peter Näf Quelle


„Auch den Bundesgerichtshof in Karlsruhe erreichen die Probleme – in Form von Revisionsanträgen. Dort registriert man sorgenvoll die Manipulation der Opferzeugen durch »rechtlich Ungebildete mit Helfersyndrom«, wie es der Bundesrichter Axel Boetticher formuliert. […] Ein Blick ins Internet hat Boetticher noch misstrauischer gemacht: Dort können jugendliche User inzwischen Anweisungen herunterladen, wie man sich den Ermitt- lungsbehörden mit einer Anschuldigung am glaubhaftesten präsentiert und so die Justiz für eigene Zwecke einspannt.

Sabine Rückert in DIE ZEIT vom 03.04.2008


Jugendliche Psychopathen lügen oft so dreist und raffiniert, dass sie selbst ausgewiesene Fachkapazitäten der Aussagepsychologie und erfahrene Richter und Staatsanwälte täuschen können. Die Tatsache, dass immer wieder vollkommen unbescholtene Pädagogen rechtswidriger Verfolgung und unverhältnismäßigen behördlichen Übergriffen ausgesetzt sind, ist dennoch in erster Linie auf unzureichendes Fachwissen über Persönlichkeitsstörungen und Vorein-genommenheit von Ermittlern oder Aufsichtsbehörden zurückzuführen. In vielen dieser Fälle steht - vor allem bei falschen Missbrauchsvorwürfen - am Ende der berufliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ruin, selbst wenn der Beschuldigte zuletzt nicht unschuldig verurteilt, sondern freigesprochen wird.

Warnungen und Mahnungen hinsichtlich einer drohenden Tyrannei von Kindern und Jugendlichen gibt es im Übrigen bereits seit Anfang der 1960er Jahre, als die amerikanischen Erziehungsexperten Grace und Fred M. Hechinger ihre Untersuchung "Teen-Age Tyranny" (deutsch: "Die Herrschaft der Teenager", Gütersloh 1965) veröffentlichten. "Was auf uns zukommt, können wir noch umleiten", schrieb damals der hoch angesehene Jugendforscher Hans Heinrich Muchow in seinem Nachwort. Er sollte sich gründlich irren. Es folgten nämlich die 1968er-Bewegung mit ihren Illusionen von einer "demokratischen Erziehung" ohne Erwachsenen-Autorität. Das Ergebnis lässt sich an den Titeln der vielen Publikationen ablesen, die dem Buch von Hechinger & Hechinger nachfolgten: "Der kleine Tyrann", "Rebellen in Strampelhosen", "Tyrannen in Strumpfhosen", "Tyrannen in Turnschuhen", "Die kleinen Bosse - Wenn der Nachwuchs die Führung übernimmt", "Hilfe, mein Kind wächst mir über den Kopf", "Kinder heute: Verwöhnt und Vernachlässigt", "Die Erziehungskrise", "Die Erziehungs-Katastrophe" (siehe auch die Textsammlung "Deutschland in der Erziehungskrise") usw., usw.


>> Seit mehreren Jahrzehnten haben es die unsichersten und unreifsten Glieder der Erwachsenengesellschaft oft im Namen der Persönlichkeitsentfaltung und unter Berufung auf eine Pseudopsychologie zugelassen, dass die Unsichersten und Un- reifsten unter den Jugendlichen ihre eigene, unabhängige Teenager-Kultur errichteten. Heute besteht die Aufgabe darin klarzumachen, dass die Jugendzeit nur eine Phase der menschlichen Entwicklung ist, keineswegs ein eigenes "Reich", ja nicht einmal eine Kolonie. Die Erwachsenen sind verpflichtet, den Teenagern zu helfen, ebenfalls erwachsen zu werden. Dazu gehört, dass sie den Jugendlichen bessere, reifere Maßstäbe und Werte anbieten, statt ihre eigenen auf das Niveau der jugendlichen Unreife und Unsicherheit herabzuschrauben. Es ist die Aufgabe der Erwachsenen, die Entwicklungsjahre zu einer Stufe auf dem Weg zur Reife werden zu lassen statt zu einem Vorrecht, das man ausnutzen und genießen  dürfte.<<

Hechinger, Grace u. Fred: Herrschaft der Teenager, Gütersloh 1965, S. 242


Mittlerweile haben auch die Medien die "gesellschaftliche Brisanz" des Themas erkannt. Appelle, die grenzenlose Nachsicht gegenüber Kindern und Jugendlichen aufzugeben und zu einem autoritativen Erziehungsstil zurück zu kehren, finden wieder gesellschaftliche Akzeptanz. So stößt die verhaltens-biologisch orientierte Erziehungswissenschaft mit ihrem Leitsatz "Fordern statt Verwöhnen" auf reges Interesse. Bernhard Buebs Streitschrift "Lob der Disziplin" mit der Aufforderung, sich von dem Leitbild einer "Wohlfühl-Erziehung" zu verabschieden, wurde zum Bestseller. Vor allem unter Praktikern der Sozial-pädagogik wird der Ruf nach einer härteren Gangart im Umgang mit jugendlichen Intensivtätern schon seit geraumer Zeit immer lauter. Sozialtherapeuten verkünden mittlerweile das Ende der Kuschelpädagogik und praktizieren brachiale Methoden, die noch vor kurzem als vollkommen inakzeptabel galten.  Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig (verstorben 2010) beschrieb das "Ende der Geduld" der Strafjustiz, fand allerdings in der medialen Öffentlichkeit erheblich größere Zustimmung als unter ihren Berliner Richterkollegen.

Denn in den Amtsstuben der Berufsjugendlichen, Gutmenschen und Kinder-versteher ist die Botschaft noch nicht angekommen. Sie möchten Kinder und Jugendliche weiterhin gern in der Opferrolle und den Erwachsenen in der Pflicht sehen, "demütigende Erziehungsmethoden" im Sinne konsequenter Reaktionen auf unerwünschtes Verhalten zu vermeiden. Stattdessen soll verschont und bewahrt werden, sollen gutes Zureden und endloses Diskutieren für "Einsicht" sorgen. Youngster-Gangster als skrupelose Gewalttäter und Vergewaltiger, als gefährliche Psychopathen, als eiskalte Lügner, Falschbeschuldiger und Intriganten, die Jugendamt, Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichte usw. virtuos an der Nase herumführen und nach Belieben manipulieren... Das alles passt nicht in das ideologisch verschwurbelte Selbst- und Weltbild solcher irregeleiteten Amtsträger! Die dringend notwendige Fortbildung über Zunahme und Auswirkungen schwerer Persönlichkeits-störungen bei Kindern und Jugendlichen hat selbst nach Jahrzehnten des fachwissenschaftlichen Fortschritts noch nicht stattgefunden. Stattdessen wird nach wie vor die altbackene "Aufbruchs-stimmung" der Heimkampagne der 1960er und 1970er Jahre (die gute alte Apo lässt grüßen!) zelebriert. Bestes Beispiel ist die Begründung, mit der der Leiter der Heimaufsicht des Landschaftsverbands Rheinland, Dieter Göbel, in einem Interview des WDR 2 Mittagsmagazins vom 14.07.2011 die mittlerweile vom Verwaltungsgericht Aachen aufgehobene rechtswidrige Schließung eines Internats in der Eifel verteidigte:

"Wir müssen doch heute sehen, dass wir gerade in der Heimerziehung, aufgrund unserer Erfahrungen mit den Heimkinderskandalen der 50er-, 60er- und 70er-Jahre, dass wir in einer Situation sind, unsere öffentliche Erziehung so zu professionalisieren, ja, dass wir mit pädagogischer Feinfühligkeit und mit pädagogischen Mitteln, die das Kindeswohl nicht gefährden, mit diesen Kindern zusammenarbeiten."

Dieter Göbel, LVR, Interview vom 14.07.2011


Über die hier propagierte "professionelle Feinfühligkeit" ist die Fachwelt allerdings längst weit hinaus. Denn die deutliche Zunahme von Kindern und Jugendlichen mit multimorbiden Persönlichkeitsentwicklungsstörungen des narzisstischen, anti- sozialen und des Borderline-Typs erfordert oft Maßnahmen, die von dem Mainstream politisch korrekter Erziehungsmethoden erheblich abweichen. Sie tragen der Tatsache Rechnung, dass für die Behandlungsaus-sichten der heute verbreiteten Form der Schwererziehbarkeit das sog. "Drittelgesetz" gilt, dem zufolge überhaupt nur ein Drittel der Betroffenen noch als "resozialisierbar" einzuschätzen ist, während die restlichen zwei Drittel als jeweils nur noch schwer therapierbar oder sogar als therapieresistent eingestuft werden müssen.

Persönlichkeitsentwicklungsstörungen bzw. die sich hieraus im Erwachsenenalter vielfach entwickelnden Persönlichkeitsstörungen sind keine "Krankheiten" im engeren Sinne und daher auch nicht vollständig "heilbar". Adäquates soziales Verhalten kann nur mittels strenger Regeln und deutlicher Konsequenzen antrainiert werden. Der Neurobiologe und Verhaltensforscher Prof. Gerhard Roth spricht von einer weitgehenden Unveränderbarkeit der genetisch bedingten bzw. in früher Kindheit aufgrund negativer Sozialisation veränderten Strukturen, so dass bestenfalls eine Art "Ersatzschaltung" im Gehirn angelegt werden könne. Der Bonner Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff hält die Unterordnung des Kindes innerhalb sozialer Hierachien für eine Grundvoraussetzung altersgemäßer Reifung, ohne die junge Menschen lebensuntüchtig würden.

Viele Praktiker der Sozialpädagogik hegen mittlerweile Zweifel, >>ob dem Prinzip der Förderung „der individuellen und sozialen Entwicklung“, wie es im Kinder- und Jugendhilfegesetz gefordert wird, nicht allzu oft der Anspruch auf „Erziehung zu einer gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ zum Opfer fällt<<, wie es der Internatserzieher Boris Schneider in seiner Diplomarbeit formuliert. Auch die veröffentlichte Meinung rückt unter dem Eindruck der Brutalität jugendlicher Intensivtäter von der Gutmenschen-Ideologie der vergangenen Jahrzehnte deutlich ab (siehe den "Spiegel"-Beitrag: "Das Ende der antiautoritären Dauerreform" aus dem Jahr 2007!). Entwürfe wie das "Gute Haus" der Psychotherapeutin Anne Frommann nehmen sich da noch märchenhaft-idyllisch aus. Weit brachialer gehen Neugründer von Einrichtungen zur Sache, die sich zwar "Trainingscamp" oder "sozialtherapeutisches Internat" nennen, aber Mittel anwenden, die  denjenigen sog. Bootcamps oder Militärakademien ähneln bzw. die "Peer-Teaching" - und "Peer-Education" - Elemente (siehe Positive Peer Culture) der amerikanischen Glen Mill Schools aufnehmen. Ganz offen spricht man mittlerweile auch in der Bundesrepublik von "konfrontativer Pädagogik", von der Notwendigkeit zur Unterordnung und dem Mittel des Zwangs statt von befindlichkeitsorientierter Gesprächspädagogik und feinfühliger Zusammenarbeit mit den Betroffenen. In Berlin-Neukölln eröffnete ein kirchlicher Träger im Auftrag des Senats vor Jahresfrist ein Internat für Schulschwänzer, das sich selbst als "Salem für Arme" definiert. Auch Geschlossene Heimerziehung, noch vor Kurzem als Relikt "faschistischer" Erziehung verteufelt, findet trotz des Protestes von Fachverbänden seriöse Befürworter. Denn offensichtlich gibt es keinen anderen Weg, den "Teenagern außer Kontrolle" die Regeln sozialen Miteinanders zu vermitteln, als notfalls auch zu Maßnahmen konfrontativer Art zu greifen, die den "Heimrevolte"-Anhängern der Apo-Zeit als "unpädagogisch" gelten. Das Problem, so der Psychiater Dr. Winterhoff, liege nicht auf dem Gebiet der Pädagogik. Es gehe nicht um eine bestimmte Form der Erziehung, sondern darum, dass der Erwachsene seine eigene Position wieder klar bestimme und bereit sei, seine Rolle als Erwachsener anzunehmen. Auf diese Weise muss eine Nachreifung des Kindes oder Jugendlichen bewirkt werden, die mit den Mitteln konventioneller Pädagogik, mit sozialpädagogischer Einzelfallhilfe und sozialromantischer Behutsamkeit nicht mehr erreichbar ist.


 

Kostenlose Beratung in allen Internatsfragen bietet die
INTERNATSBERATUNG DER AVIB gemn.e.V.
Burgblick 3     35327 Ulrichstein    Tel.: 06645 - 918789   
Fax: 03222 377 3044   Mobil: 0170 - 5513947

 



Sie sind Besucher Nr.


Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!