Quelle: http://www.euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1217410448250.shtml

Mühlen der Bürokratie

Schwer getrübt wurde das Glück der Familie vor vier Jahren, als sie ins Visier des Jugendamtes und des Familiengerichts geriet. Jahre zuvor hatten Stenmans vier äthiopische Frauen aufgenommen, die ohne Visum eingereist und zum Teil auch mit Stenmans-Kindern verwandt waren. Irgendwann, so Elisabeth Stenmans, sollten die Frauen abgeschoben werden. Allerdings sei ihnen zugetragen worden, sie könnten sich ein Bleiberecht erstreiten, wenn sie als Opfer oder Zeugen von Misshandlungen auftreten würden. So hieß es dann bald, die Frauen seien schlecht behandelt worden und auch das Wohl der Kinder sei gefährdet.

Stenmans gerieten in die Mühlen der Bürokratie, jede Menge Gerichtsgutachten wurden erstellt, Kinder sollten aus dem Familienverband herausgenommen und in Heime gesteckt werden. „Mehr als vier Jahre dauerte dieser Horror, die Kinder hatten Albträume aus Furcht, weg zu müssen“, erinnert sich Elisabeth Stenmans. Erst im April 2008 beendete das Oberlandesgericht Köln das furchtbare Theater. Elisabeth Stenmans und ihrem Team wurde höchste Erziehungskompetenz bescheinigt, alle Kinder durften in der Familie bleiben.

Der Prozesssieg wurde am 7. Juni im großen Stil öffentlich im Pfarr-gemeindehaus mit rund 200 Gästen gefeiert. Ein Wermutstropfen bleibt: Der jahrelange Rechtsstreit hat rund 100 000 Euro verschlungen. Das waren die Rücklagen, mit denen man eigentlich einen neuen Bus und eine neue Heizung anschaffen wollte. Auch der Traum von einem kleinen Schwimmbad muss verschoben werden.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/kreis-mettmann/24-Adoptivkinder-duerfen-bei-den-Stenmans-bleiben-id1615383.html

Kreis Mettmann, 16.05.2008, NRZ

24 Adoptivkinder dürfen bei den Stenmans bleiben

 

MONHEIM/EUSKIRCHEN. Großer Erfolg für die Baumberger Anwältin Doris Schröder-Weber vor dem Oberlandesgericht Köln. ...

... Die von ihr vertretene Familie Stenmans aus Euskirchen darf weiterhin ihre 24 Adoptivkinder zusammen mit acht eigenen Kindern in ihrem Haus wohnen lassen.

Hintergrund: Seit zwei Jahren vertritt Schröder-Weber die Stenmans, die fünf äthiopische Frauen und die zwei Dutzend Kinder aus aller Welt im Alter von fünf bis 18 Jahren beherbergen. Die Afrikanerinnen hatten der Familie vorgeworfen, misshandelt worden zu sein und das Jugendamt eingeschaltet. Der Fall kam vor Gericht, das auch prüfen sollte, ob das Kindswohl in einer solch großen Familie gefährdet sei.

"Das OLG hat festgestellt, dass das Ehepaar Stenmans in Bezug auf die Adoptivkinder und den eigenen Nachwuchs als Eltern mit hoher Erzie-hungskompetenz und sehr kindswohlorientiert einzustufen sind", sagt Doris Schröder-Weber erleichtert. Die Anschuldigungen der äthiopischen Frauen seien von einem Strafgericht bereits vor mehr als einem Jahr als falsch beurteilt worden.


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