Quelle: http://www.lvr.de/app/Presse/index.asp?NNr=7582

Keine Beschwerde

LVR verzichtet auf Beschwerde gegen Beschluss des Verwaltungsgerichtes Aachen in der Sache Corsten Jugendhilfe / Auflagen zum Schutz des Kindeswohls in Prüfung

Köln. 9. August 2011. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) verzichtet auf eine Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichtes Aachen im Eilverfahren zur Corsten Jugendhilfe. Damit soll vermieden werden, die betroffenen Kinder und Jugendlichen durch mögliche neuerliche Maßnahmen zu belasten. Dies bedeutet aber nicht, dass der LVR auf eine gerichtliche Klärung der Angelegenheit keinen Wert legt. Vielmehr geht der LVR davon aus, dass im Rahmen des sich nunmehr anschließenden Hauptsacheverfahrens eine gerichtliche Bestätigung der getroffenen Maßnahmen erfolgen wird.

„Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass es richtig war, die Einrichtung der Corsten Jugendhilfe in Hellenthal zu schließen. Die Vorwürfe waren zu massiv, die Kindeswohlgefährdung zu nachhaltig und lang andauernd, als dass für uns ein anderes Handeln in Betracht kam. Gleichwohl werden die Hinweise des Gerichtes einer sorgfältigen Prüfung unterzogen und möglicherweise Konsequenzen für die Zukunft daraus abgeleitet werden“, so Dieter Göbel, Fachbereichsleiter im LVR-Landesjugendamt. „Es muss aber auch weiterhin möglich sein, bei einer massiven Kindeswohlgefährdung Einrichtungen zu schließen. Selbstverständlich wird dies immer ,ultima ratio‘ bleiben,“ so Göbel weiter.

Um das Kindeswohl in der Einrichtung auch für die Zeit bis zum Urteil im Hauptsacheverfahren so weit als möglich zu sichern, prüft das LVR-Landesjugendamt derzeit, welche Auflagen der Einrichtung in Hellenthal gestellt werden.


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